Moin Kim! Ich freue mich, dass auch du dich meinen 10 Fragen an… stellst!

Wir sind ja ganz glücklich über Facebook aufeinander getroffen. Zufall oder Schicksal?

Hi liebe Christine! Ich glaube, es war Schicksal – und dieser Gedanke kommt mir sogar jedes Mal auf’s Neue, wenn ich unseren Chat sehe und das Thema ein Buch zu schreiben ja auch bei uns gleichzeitig aufkam. Einfach spannend, und Zufälle gibt es ja sowieso keine, oder?

Nein, definitiv nicht 🙂 – und ich danke dir sehr für unseren Austausch!

Wer bist du denn – beschreibe dich doch mal kurz in zwei-drei Sätzen.

Foto: Kimberly Wilke
©Vanessa Harfst

Ich bin Kimberly Wilke, absoluter Optimist – nicht im Sinne von „alles wird gut“, sondern im Sinne von „es kann nicht alles schief gehen“. Und das ist auch mein Lebensprinzip, wenn ich eine Idee habe, verfolge ich sie, denn wenn ich es nicht machen könnte, hätte ich diese Idee gar nicht. Ich war 17 als es hieß, dass ich noch ein Jahr zu leben habe, aber ich bin nicht gestorben und genau das hat mir gezeigt, dass ich eigentlich nichts zu verlieren habe, schließlich habe ich mein eigenes Leben damals auch nicht verloren, sondern die Liebe zu mir gefunden.

Was bedeutet „Selbstliebe“ für dich?

Selbstliebe bedeutet für mich, dass ich mich so annehme und lieben kann, wie ich bin. Ich bin mit mir im Reinen, klar wirft mich auch mal was aus der Bahn, aber – und das ist der wichtige Punkt – ich finde allein zu mir zurück. Ich brauche niemanden, der mir sagt wie gut ich bin (auch wenn Komplimente nett sind), ich finde selbst zu meiner Mitte zurück. Außerdem umfasst der Aspekt natürlich auch die Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und der eigenen Seele, ich gehe viel besser mit mir um und entferne mich von negativen Dingen, weil sie mir einfach nicht guttun. Kinder lässt man ja auch nicht alles machen, weil es ihnen einfach nicht guttut, wieso haben wir irgendwann angefangen diese Dinge dann doch zu tun? 🙂

Wie hast du die Liebe zu dir gefunden? (Kann man das so sagen?)

Ja, ich glaube das kann man so sagen 🙂 Es war ein sehr langer und harter Weg bis ich mich wirklich anfing selbst zu lieben, nach der Pubertät fand ich mich zwar ganz ok, aber ich habe nicht gedacht, dass ich mich liebe! Im November 2018 mit 23 stand ich auf einmal da und hatte einen schweren Bandscheibenvorfall und wurde operiert. Und da ich anschließend nichts mehr von den Dingen tun durfte, die ich gerne tue (Sport, Arbeit, Studieren, Auto fahren, mein Freund war beruflich lange Zeit im Ausland etc. etc.) habe ich viel über mich nachgedacht und was mein Körper mir gerade damit sagen will. Und dann stellte ich fest, wie unachtsam ich eigentlich mit mir bin und die Signale meines Körpers nicht wahrnehme. Also habe ich täglich mehrmals ein Ho’oponopono durchgeführt – ein hawaiianisches Vergebungsritual. Und täglich drei Dinge aufgeschrieben, die ich an mir mag oder situative Einschätzungen wie „Ich bin hilfsbereit“. Und dann habe ich die Affirmation gelesen „Ich bin meine große Liebe“ und diese täglich mehrmals aufgesagt und mir sogar als Pappaufsteller in mein Wohnzimmer gestellt. Und dann war es um mich geschehen, denn genau so sieht es aus – ich bin meine große Liebe.

Was war für dich  die bisher größte Herausforderung?

Wie oben schon beschrieben, wurde ich mit 17 krank und habe eine erschreckende Diagnose bekommen. Damals war das Verhältnis zu meiner Familie nicht das Beste und ich war gerade ausgezogen und lebte in einer anderen Stadt und wusste nicht so wirklich, wie ich damit umgehen soll und fasste den Entschluss diese Diagnose für mich zu behalten. Wie man heute sieht, bin ich soweit gesund und konnte diese Zeit überwinden. Letztes Jahr nach sechs Jahren war es für mich an der Zeit meiner Familie (zu der das Verhältnis jetzt übrigens super ist) von dieser Diagnose zu erzählen. Ich hatte mich entschieden diese Botschaft jeweils im Einzelgespräch zu überbringen. Und die Reaktionen gingen weit auseinander, aber ich entschied mich jedes Mal aufs Neue mit dem nächsten Familienmitglied weiterzumachen. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich es auf mich genommen habe und diese Last von meinen Schultern ist, und ich meine Familie nicht weiter um diese wichtige Information gebracht habe.

Wie hat sich Dein Leben durch dein erstes eigenes Buch verändert?

Mein Leben hat sich sehr positiv verändert und ich bekomme so viele positive Rückmeldungen von Menschen, die vollkommen überwältigt sind. Ich schwebe auf Wolke 7, denn all diese Fragen waren Fragen und Gedanken, die mich durch die schwerste Zeit meines Lebens gebracht haben. Und nun weiß ich, dass ich genau dadurch anderen auch helfen kann. Durch dieses Buch und meine persönliche Entwicklung ist so viel Last von mir abgefallen und wurde ersetzt durch Freude, positive Menschen, Kreativität und noch mehr Lebensfreude.

Was tust Du, um mit Dir und Deinen Mitmenschen achtsamer umzugehen?

Um mit meinen Mitmenschen achtsamer umzugehen, gehe ich ganz anders mit Gesprächen um und versuche den Menschen zu verstehen. Ich habe mich mit den fünf Sprachen der Liebe beschäftigt und versuche so zu erkennen, welche Sprache der Mensch spricht und so stehe ich ihm dann gegenüber. Und ich nehme mir mehr Zeit einen Menschen wirklich zu sehen und ich glaube der häufigste Satz, den meine Freunde von mir hören ist „Gönn dir mal wieder ein Vanessa-Tag“ oder einen „Thomas-Tag“ – einfach einen Tag, wo man die Dinge tut, die einem guttun und ggf. einfach nur auf dem Sofa mit Tee sitzt. Ein Tag an dem alles sein kann, aber nichts muss. Und ganz genau so gehe ich auch mit mir um, ich lebe nicht mehr nach täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, 30 Minuten Sport, 15 Minuten Affirmationen, 20 Minuten Ziele visualisieren und so weiter. Sondern ich habe meine Gewohnheiten, aber nicht nach Zeit geregelt, sondern nur danach, dass ich gesund gegessen habe, Sport gemacht habe, aber wenn es nur eine Minute war, ist das vollkommen in Ordnung. Hauptsache ich fühle mich gut.

Bei welcher Beschäftigung vergisst Du die Zeit, bist du im Flow?

Wenn ich mich mit tiefsinnigen Themen beschäftigen kann, schreiben, zuhören oder reden. Wenn Menschen mir ihr Herz ausschütten oder man einfach darüber reden kann, was einen wirklich bewegt. Oberflächliche Gespräche fallen mir unheimlich schwer, ich bin auf der Suche nach dem genauen Gegenteil und darin gehe ich absolut auf und vergesse die Zeit und könnte stundenlang weitermachen. Beim Schreiben muss ich schon aufpassen, dass ich das schlafen und essen nicht vergesse 🙂

Gibt es eine Frage, die Du gern mal gestellt haben möchtest? Wie ist Deine Antwort darauf?

„Warum dieses Buch, warum dieser Aufbau und diese Idee?“

Ich möchte jedem Menschen zeigen, dass er oder sie selbst die eigene große Liebe sein kann und sein sollte. „Wie soll mich jemand lieben, wenn ich es nicht tue?“ – das kennt jeder, doch andersherum wäre es „Wie soll jemand mich nicht lieben, wenn ich es doch tue?“. Und das finde ich viel spannender, mich mag bestimmt nicht jeder, darum geht es auch gar nicht, aber wenn ich weiß, wer ich bin und wieso ich so bin, dann ist es mir einfach egal, dass mich jemand nicht mag.

Was möchtest Du den Lesern meines Blogs mitgeben?

Wir selbst sind unser größter Kritiker, wer wären wir, wenn wir das einfach aufgäben?

In diesem Sinne noch mein Lieblingszitat von Kurt Marti: „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.“

Vielen lieben Dank für deine offenen Worte, Kim! <3 

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Buch Kennenlernen
Kennenlernen – Buch von Kimberly Wilke

In meinem ersten Buch geht es darum sich wirklich mit sich zu beschäftigen, sich kennen und lieben zu lernen. Um die Ablenkung so gering wie möglich zu halten, gibt es eine Frage auf einer Doppelseite und dementsprechend genug Platz, um diese Frage zu beantworten. Zum Beispiel geht es um die eigenen Werte, Ratschläge, Komplimente und schöne Erinnerungen. Ich bitte das Buch zum Preis von 5€ (plus Versand) an, denn ich möchte, dass sich jeder dieses Buch wert ist.

Die Homepage und der Online-Shop sind noch im Aufbau, bestellt werden kann aber per E-Mail an: info@kimspiration.eu

Hier stehe ich auch für Fragen rund um mich oder das Buch oder über alles andere zur Verfügung.

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10 Fragen an… Kimberly Wilke
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