Hallo liebe Andrea! Schön, dass du mir hier einen Raum zum Lesen gibst. Aber ich plaudere schon zu viel. Denn erst einmal: Wer bist du?

Andrea Schröder
Andrea Schröder

Vielen Dank, liebe Christine. Ich freue mich sehr, mich mit dir austauschen und deinen BesucherInnen etwas über mich erzählen zu dürfen.

Mein Name ist Andrea Schröder. Ich bin eine Erwachsene, die als Kind gerne gereimt, gedichtet, geschrieben hat. Irgendwann lernte ich, dass das kein ordentlicher Beruf sei, sondern nur brotlose Kunst. Daher habe ich auch nicht Germanistik studiert, wie ich eigentlich wollte, sondern Betriebswirtschaft.

2011 warf mir ein tiefgreifendes Ereignis in meinem Leben die Rolle der Schriftstellerin wieder direkt vor die Füße. Erst habe ich sie komisch angeschaut, dann habe ich sie liebevoll aufgenommen, und dann schrieb ich und schrieb. Das gab mir damals großen Halt.

Wie bist du dazu gekommen, deinen eigenen Verlag auf die Beine zu stellen, wo es doch soooo viele auf dem Markt gibt?

Ja. Es gibt so viele. Aber auch so viele Verlage nach Schema F, standardisiert, nicht individuell, immer mehr BoD [Books on Demand – Anm. LW]. Es liegt so viel Druck auf dem Buchmarkt. So empfinde ich es. Und das ist schade. Literatur und Lesen stellen doch einen wichtigen Teil unserer Kultur dar.

Ich fand das schon damals (das war 2013), als ich selbst mit meinem Manuskript an Verlage herangetreten bin, befremdlich. Entweder habe ich gar nichts von ihnen gehört oder merkwürdige Angebote bekommen, die mir unfair vorkamen. Irgendwann hat es mir gereicht und ich dachte, das kann ich selbst besser.

Eigentlich war es Trotz. Heute muss ich selber darüber schmunzeln. Ich konnte zwar den Buchmarkt nicht reformieren, aber die Entscheidung war gut und richtig. Mein Mann hat inzwischen aus gesundheitlichen Gründen den Verlag von mir übernommen. Ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Das kann ich aus Erfahrung bestätigen: die Zusammenarbeit mit Euch ist individuell und macht einfach Spaß – ich danke Euch für diese wirklich liebevolle Zusammenarbeit! ♥
Würde es deinen Verlag nicht geben, wären wir uns wahrscheinlich auch nicht begegnet. Was bedeuten Begegnungen für dich?

Ich bin in den letzten Jahren viel achtsamer mit Begegnungen geworden. Manchmal frage ich mich, warum mir Menschen begegnen, gerade in diesem Moment, gerade mit der einen oder anderen Frage oder Bitte, manchmal mit einer Antwort. Welche Bedeutung steckt dahinter und wie wird die nächste Begegnung aussehen, wenn es sie geben sollte? Es ist spannend, das zu beobachten und hin und wieder auch Revue passieren zu lassen. Vieles fügt sich über Wochen, Monate oder gar Jahre und ergibt erst später für uns einen Sinn.

Ja, das stimmt! – Und warum ist dir dies so wichtig?

Begegnungen sind immer ein Geschenk, etwas zum Lernen, zum Erfahren, jemand zu treffen, der mich länger oder kürzer begleitet, ein Impuls für den weiteren Weg. Manchmal erhalte ich kleine Hinweise durch die Menschen, die ich treffe, manchmal unglaublichen Reichtum. Und es ist egal in welcher Form, ob persönlich, in einer Gruppe, einem Seminar oder durch ein YouTube-Video.

Und ich hoffe, dass auch meine Anwesenheit, mein Tun für andere eine Bereicherung ist.

Nicht so bescheiden, liebe Andrea! Das tust du auf alle Fälle!
Was macht das Schreiben für dich aus?

Schreiben ist der erste Schritt zur Begegnung. Texte gehen auf die Leser zu und laden sie ein, eine Welt zu betreten und an ihr teilzuhaben. Ich bewundere Autorinnen und Autoren, die Geschichten aus dem Leben schreiben und dabei Botschaften in die Welt senden, die für andere hilfreich sind. Und was mich am meisten fasziniert, sind Texte, die mit wenigen Worten Geschehenes beschreiben und dem Publikum Raum geben, zwischen den Zeilen zu lesen und Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Das ist für mich wahre Kunst, auch das Nichtgeschriebene fühl- und lesbar zu machen.

Du gehst beim Schreiben in die Tiefe, drückst Gefühle aus und nimmst dadurch deine Leser/innen mit auf ihre eigene Reise. Bist du Weltenbummlerin oder eher Heimatliebende?

Ich glaube, weder noch. Weltenbummler – das war früher eine verlockende Vorstellung. Aber davon träume ich nicht mehr. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann eher die Heimatliebende. Das ist aber auch nicht richtig. Es ist wohl viel mehr das Um-mich-Herum. Das zu Hause. Der Ort, an dem ich schaffe. Den liebe ich sehr. Und manchmal reicht er nur bis zum Schreibtisch, bis zum Garten, manchmal bis zu dir nach Bayern und manchmal bis nach Spanien oder Brasilien, ja nachdem, wo ich gerade gebraucht werde.

Doch die Texte, die ich schreibe, gehen am Ende immer mehr ins Innere: Anja entdeckt das Geheimnis der Schutzengel (Werbung). Die Fünf Elemente (Werbung) erkennen ihre ureigenste Bedeutung. Und in einigen Büchern erkenne ich mich selbst.

Hast du einen großen Traum? Wenn ja, welchen?

Ich bin gerade auch ohne Traum sehr glücklich. Aber einen großen Wunsch habe ich. Ich möchte gerne weiterwachsen, meine eigenen Grenzen überwinden, mehr verstehen und begreifen, weiter lernen – auch im spirituellen Sinne. Ich freue mich auf Begleiter und Unterstützer (so wie dich).

Oh, da werde ich gleich ganz rot, ich danke dir! ♥
Bei welcher Beschäftigung vergisst Du die Zeit, bist du im Flow?

Ich kann gar keine klare Beschäftigung benennen. Bei vielen Dingen, die mit der Natur zusammenhängen, kann ich die Zeit vergessen und fühle mich wohl. Flow ist für mich das Fließen, wenn etwas gut läuft, das „nicht Anstrengen- und Anecken-müssen“. Es sind für mich Ereignisse, die einfach ineinandergreifen, ohne dass ich sie organisieren muss. Sie passen wie Puzzleteile, die sich ganz allmählich zu einem Bild zusammenfügen. Dann stehe ich da und staune, wie alles passt und was Gutes daraus entsteht. Dann fühle ich mich im Flow.

Gibt es eine Frage, die Du gern mal gestellt haben möchtest? Wie ist Deine Antwort darauf?

Wenn du dein Leben nochmal leben könntest, was würdest du ändern?
Gar nichts. Sonst wäre ich nicht die, die ich bin.

Was möchtest Du den Lesern meines Blogs mitgeben?

Mich haben früher die eigenen Ängste und Zweifel oft gebremst. Deshalb möchte ich unbedingt weitergeben: Wenn du eine Idee hast, setze sie um – so, wie es dir momentan möglich ist. Fang einfach an, auch wenn es noch nicht so perfekt wird. Wenn die Idee gut ist, wächst sie von ganz alleine, wird besser und größer, wird sich etablieren.

Dem stimme ich voll und ganz zu! Danke dir für deine bewegenden Worte, liebe Andrea. Ich freue mich sehr auf unsere weitere Zusammenarbeit!

Hier

Christine Fabijenna Pauligk
Christine vor dem Verlagsbaum in Bernau bei Berlin

gibt es einen Podcast (der oberste), wie der Verlag Andrea Schröder und ich uns für mein Buch „Die Öffnung des dritten Auges – Mein Weg in die Spiritualität“ gefunden haben. 

 

Weitere Informationen zum Verlag findest du hier (Werbung):

Fotos: ©Andrea Schröder

 

 

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