Hallo Annika, schön,dass du dir Zeit nimmst für meine 10 Fragen an…

Wir starten – wie beim Erlernen von etwas Neuem – ganz einfach: Wer bist du, was treibst du so?

Über mich… mhm, was gibt’s da zu sagen.

Ich bin gerne unter Leuten, ab und zu brauche ich aber auch Zeit für mich alleine. Ich habe Spaß daran Menschen kennen zu lernen, um so unterschiedlicher desto besser. Bin gerne draußen in der Natur unterwegs. Reise gerne aber Pauschalurlaub ist für mich der blanke  Horror. Mir ist es wichtig Land und Leute kennen zu lernen und dabei hilft mir auch die Liebe zu den Bergen und Flüssen. Durch meinen Sport ergeben sich da viele tolle Möglichkeiten.

Was bedeutet grundsätzlich Sport für dich?

Draußen in der Natur zu sein und meinen Sportarten nachzugehen, ist für mich ein Lifestyle. Dadurch fühle ich mich lebendig. Einfach nur im Hier und Jetzt, den Moment genießen. Da ist kein Platz für Alltagsprobleme. Das Gefühl im Einklang mit sich und der Natur zu sein und abends mit Freunden am Lagerfeuer zu sitzen, empfinde ich als Privileg und erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Wir steigern uns mit der Intensität der Fragen ?: Was bedeutet Wildwasser fahren für dich?

Wie gesagt, das ist für mich nicht nur eine Sportart, sondern ein Lebensgefühl.
So sieht es Stefan, der mir im Mai Rede und Antwort stand, und den wir beide kennen, ja auch, wie passend!

Du hast dir einen Traum erfüllt und bist als Kajak- und Ski- &  Snowboardlehrerin immer in der Natur. Sehnst du dich manchmal danach, rein zu kommen, nicht immer dem Wetter ausgesetzt zu sein?

Klar an Tagen bei Dauerregen z.B.  hätte ich manchmal auch gerne lieber einen Büro-Job, aber das legt sich meist ganz schnell wieder.

Was macht das Training geben /Vermitteln deiner Leidenschaft für dich so einmalig?

Dadurch komme ich mit sehr unterschiedlichen Charakteren, Persönlichkeiten und Lebensentwürfen in Kontakt, dies hilft einem Selbst sehr über den eigenen Tellerrand sehen zu können. Ich bekomme direktes Feedback und es erfüllt mich, wenn ich in jemandem das Feuer für die jeweilige Sportart entfachen konnte. Ein guter Ausbilder muss mehr tun als nur seine Sportart beherrschen. Es geht um Empathie, sich in den anderen hineinzufühlen, um so die Kursanforderungen an die jeweilige Persönlichkeit anzupassen.  Dies erfordert Grundkenntnisse der Pädagogik, und man ist immer gefordert. Selten wird es langweilig. 

Die Inklusionswoche, die du mit dem Verein 1. Inklusives Kajakzentrum (Werbung) anbietest, ist immer – das weiß ich ja aus eigener Erfahrung – was ganz Besonderes. Was zeichnet sie aus?

Für mich persönlich? Für mich ist jeder Mensch gleich, egal welche Hautfarbe, Herkunft oder Einschränkung. Diese Gabe verdanke ich meinen Eltern. Warum dann nicht auch versuchen Sportarten für jeden zugänglich zu machen? Auch da spielt wieder mit rein, dass ich es als Bereicherung sehe die Gelegenheit zu bekommen viele unterschiedliche Menschen kennen lernen zu dürfen. Es macht einem bewusst wie privilegiert man doch eigentlich ist und man sich immer wieder selbst bewusst machen muss, wie schnell es gehen kann, dass dieses Privileg eingeschränkt werden kann. Dies lässt so manche Alltagsprobleme lächerlich erscheinen.

Was mir immer wieder unter kommt, ist, dass Leute sagen: Boah, das ist aber toll, was ihr da leistet, ist bestimmt viel Arbeit für euch…….

Aus meiner Sicht leisten die Teilnehmer viel mehr als wir und es ist mir wichtig, das genau dies nicht untergeht.

Dem kann ich nur zustimmen. Nicht ich als Trainer bin der Held, ich tue „nur“ meinen Job.

Warum bietet Ihr diese Woche an der Soca an?

Gegenfrage: Warum nicht?

🙂 Ich möchte hier kurz einwerfen, dass die Woche einmalig ist. So viel Vertrauen, Harmonie und Spaß treffen in nicht-inklusiven Gruppen m.E. selten aufeinander.

Und wir kommen nun ans Eingemachte: Was bedeutet Im Einklang sein für Dich?

Am Lagerfeuer mit Freunden sitzen. Wenn ich Zeit habe, Bücher zu lesen und mich darin zu verlieren. Nachts aufzuwachen und nicht mehr einschlafen zu können, weil der Sternenhimmel so schön ist. Mit Freunden die ganze Nacht zu quatschen und  morgens den Sonnenaufgang zu beobachten. Mit Freunden im Winter auf einem Bergkamm zu sitzen, zu grillen und nach Sonnenuntergang ins Tal zu fahren. Alleine auf Reisen zu gehen. Die Einsamkeit genießen zu können. Mich immer wieder bewusst neuen Herausforderungen zu stellen.  Mich selbst mit meinem Können  zu überraschen…………

Bei welcher Beschäftigung vergisst Du die Zeit, bist du im Flow?

Kajakfahren, Ski- &Snowboarden,  Freeriden, Langlaufen,  Klettern, Schwimmen, Holzarbeiten, Nähen,Dinge mit meinen eigenen Händen zu erschafen etc.

Was möchtest Du den Lesern meines Blogs mitgeben?

Träume als würdest du ewig leben. Lebe, als wäre heute dein letzter Tag. – James Dean

Fotos: © 1. Inklusives Kanuzentrum (Werbung)

Wer nun Lust bekommen hat, mehr über meine Arbeit  zu erfahren:

Rollis am Steg
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10 Fragen an… Annika Seidl
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