Wie es mir bei meiner 1. Alpenüberquerung erging, konntet Ihr bereits hier lesen. Aber welchen Weg ich genau ging, das stand da nicht, daher möchte ich dies nun ergänzen und empfehle Euch ganz dringend, nicht blind einer Tour zu folgen, sondern in Euch reinzuhorchen, was Ihr Euch zutraut, was Ihr schafft. Meine Tour war sehr anspruchsvoll an manchen Tagen, denn 20 km und etliche Höhenmeter sind nicht ohne. Daher dient meine Tour nur als Anregung, die Idee kam mir aufgrund dieser Tour: Die Alpenüberquerung

Tag 1 Tegernsee Bahnhof – Gufferthütte

Start: 735 hm
Länge: 27 km
Dauer: 7,5 Stunden

  • Tour: Lange Tour, der mittelschwere Aufstieg ist erst am Ende. Toller Einstieg mit dem Weg am und über den Tegernsee mit dem Einmann-Ruderboot und entlang der Weißach nach Kreuth. Überschreitung der Grenze Deutschland-Österreich ca. 30 min vor der Gufferthütte.
  • Tipp: Bus raussuchen z. B. bei der Wallbergbahn Richtung Kreuth (obwohl das eine schöne Strecke ist) oder einen Tag mehr einplanen.

Tag 2 Gufferthütte – Fischl oberhalb von Jenbach

Start: 1.465 hm
Länge: 34 km
Dauer: 6,5 Stunden
Übernachtung: Gasthof Rieder

  • Tour: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Zwischen Köglboden und Achenkirch verläuft nur eine Straße (oder man nehme den Bus!). Dafür historische Momente, wenn man die Dampfzahnradbahn nutzt! Wer in Fischl nächtigt: hier gibt es eine Behelfshaltestelle der Dampfzahnradbahn, wenn man Bescheid gibt.
  • Tipp: der Weg westlich um den Achensee soll nicht ohne sein, auch wenn sich die Massen dort lang bewegen. Die Fahrt mit dem Schiff lohnt sich.

Tag 3 Fischl – Hecherhaus

Start: 599 hm
Länge: 22 km
Dauer: 7 Stunden

  • Tour: Wenn man über Hochgallzein läuft, sehr ruhige Tour, kaum Forststraße. Dieser Weg war jedoch nicht in meiner Karte eingezeichnet.Nebelloch
  • Tipp: Das Hecherhaus ist eine Partyhütte. Die Kellerjochhütte war aber leider seit Monaten ausgebucht. Daher rechtzeitig buchen oder Ohropax mitnehmen.

Tag 4 Hecherhaus – Rastkogelhütte

Start: 1.887 hm
Länge: 19,5 km
Dauer: 6,5 Stunden

  • Tour: eine lange, schöne Tour zur Rastkogelhütte. Trotz vieler Höhenmeter kann man wegen der Forststraße viele Kilometer schaffen.
  • Tipp: Genießen! Es ist der Abschied aus dem Inntal. Das Zurückschauen hat nun ein Ende, es öffnet sich die Aussicht nach vorn/nach Italien.

Tag 5 Rastkogelhütte – Alpengasthaus Breitlahner

Start: 2.124 hm
Länge: 41,5 km
Dauer: 5,5 Stunden

  • Tour: bewusst die öffentlichen Verkehrsmittel eingeplant aus Zeitgründen. Einkaufsmöglichkeit in Mayrhofen genutzt.
    Das Alpengasthaus Breitlahner bietet auch ein Lager an.
    Die Zillertalbahn
  • Tipp: spätestens ab Mösl läuft es sich nicht so gut, da asphaltierte Straße/Verkehr. Entweder eine andere Route raussuchen oder den Bus nehmen (auch wenn kein Dauerregen wie bei mir ist).
    Wer mehr Zeit hat: ab Mayrhofen ist es landschaftlich sehr schön, es lohnt sich, dies mit einem Tag mehr Zeit zu laufen.
    Bei schönem Wetter unbedingt die Tour von die Alpenüberquerung ab der Rastkogelhütte laufen und einen Tag mehr einplanen, wenn man keine Öffis nutzen mag.

Tag 6 Breitlahner – Pfitscherjochhaus

Start: 1.257 hm
Länge: 20 km
Dauer: 7 Stunden

  • Tour: die schönste der ganzen Tour! Erst einsam über Weiden immer auf die Schlegeisstauseemauer zu, dann breite Wege, viel zu sehen und der Natur ganz nah sein. Überschreitung der Grenze Österreich-Italien ca. 10 min vor dem Pfitscherjochhaus.
  • Tipp: genießen genießen genießen und auf keinen Fall mit dem Bus abkürzen. Die Zeit muss sein!

Tag 7 Pfitscherjochhaus – Kematen

Start: 2.276 hm
Länge: 19 km
Dauer: 6 Stunden
Übernachtung: Alpenrose
Kirche in Kematen

  • Tour: immer bergab, die gigantische Berge links und rechts und hinter einem. Ein angenehmes Abschiednehmen.
  • Tipp: es sind viele Höhenmeter abwärts, die kniebelastend sind. Daher ggfs. einen Tag länger für den Abstieg Pfitscherjochhaus-Sterzing einplanen.

Tag 8 Kematen – Sterzing

Start: 1.440 hm
Länge: 21 km
Dauer: 5,5 Stunden
Übernachtung: Sterzinger Moos (optimal zur Flixbus-Haltestelle)

  • Tour: Auslaufen, es geht angenehm bergab, das Pfitschertal im Blick. Kurz vor Sterzing toller Blick über die Stadt.
  • Tipp: eine Nacht zum „Ankommen“ und Erholen in Sterzing einplanen.

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Teil 1 – Der Start

Die Reise zu mir selbst

Überblicksseite Alpenüberquerung Tegernsee – Sterzing

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Alpenüberquerung – Route
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