Die Auferlegung

Es fängt an mit Kleinigkeiten, die wir der Einfachheit halber an bestimmten Tagen erledigen. Sei es der Wocheneinkauf, der Anruf bei der Familie, Café trinken mit Freunden, Sport, ja selbst die Me-Time (wie man wohl inzwischen sagt, ich nenne sie Zeit-für-mich).

Und während ich dies schreibe, weiß ich genau, dass ich meine eigene Auferlegung unterstütze, statt mich von ihr zu befreien (Emoji Affe mit zugehaltenen Augen).

Jedenfalls gibt es Aufgaben, die von einer „es ist für mich am übersichtlichsten xy am Donnerstag zu erledigen“ in eine „Donnerstag ist der xy-Tag“ werden. Und damit zu einer selbstauferlegten Verpflichtung. Dies vereinfacht auch vieles, denn so ist z. B. donnerstags immer Sport, das wissen Freunde und Familie, das weiß auch ich und kann als Ausrede nutzen (muss nicht einkaufen, habe keine Zeit für Freunde oder Anrufe). Kann wunderbar in meiner Komfortzone bleiben. So easy. So langweilig.

Tatsächliche Verpflichtungen

Und natürlich gibt es da die tatsächlichen Verpflichtungen. Als Trainerin habe ich – aber auch nur bis zu einem bestimmten Grad! – eine Verpflichtung meinem Sportverein und meinen Sportlern gegenüber, mein Training anzubieten. Je nachdem, was daran hängt: Erwachsenen Sportlern kann ich absagen, Kindern nicht, da sie sonst keine Aufsichtsperson haben. Hier müssen wir nicht ins Detail gehen, aber gerade bei Kindern zeigt sich meine Abhängigkeit ihnen und dem Verein gegenüber.

Außer dass ich meine Verträge einhalten muss (wie Miet-/Kaufverträge/Zahlbedingungen oder mein Arbeits-/Trainervertrag) fällt mir keine wirkliche Verpflichtung ein. Doch, die Straßenverkehrsordnung. Aber ansonsten? Sind alles selbstauferlegte Verpflichtungen!

Befreiung

Wenn du prüfst, wo du wirklich wirklich Verpflichtungen hast, spürst du, wie frei du bist! Der Rest sind DEINE Regeln, deine Vorgaben. Dein Leben!

Von ihnen kannst du dich jederzeit selbst befreien, indem du sie einfach nicht tust.

Es sind deine Erwartungen an dich selbst, vielleicht Erwartungen der anderen, die du nicht erfüllst (aber das ist auch nicht deine Aufgabe!).

So kann ich nun getrost diesen Blogartikel am Freitag veröffentlichen, weil ich es möchte – und nicht, weil ich es mir selbst mal als Ziel/Aufgabe gesetzt habe, dass ich einmal die Woche einen Beitrag publizieren möchte am Freitag. Ich kann mich selbst von meiner Aufgabe entbinden, mir Freiheit schenken.

Vor jeder Tätigkeit haben wir selbst in der Hand, ob wir etwas tun MÖCHTEN oder nicht. Wir entscheiden. Und wenn wir uns entscheiden, macht es Spaß, die Aufgabe mit FREUDE zu verrichten. Und eben nicht, weil wir uns selbst dazu nötigen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende! Und solltest du nächsten Freitag nichts von mir lesen, habe ich mich selbst von meiner eigenen Verpflichtung befreit – aber keine Sorge, nicht für lange, denn es liegen noch etliche Artikel im Entwurfsordner bereit 😉

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Die Befreiung von selbstauferlegten Verpflichtungen
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