Kopf aus

Es gibt Momente im Leben, da rattert der Kopf, wir durchdenken – ja zerdenken geradezu – alles. Spielen „was wäre, wenn…“ und bleiben auf der Stelle stehen. Wir überlegen, grübeln oder lassen zumindest den Kopf tun, was er immerzu tut: denken.

Und: weiter kommen wir damit auch nicht. Wir wissen nicht, was tatsächlich wäre, wenn. Denn wir haben es ja nicht getan. Stell dir nur vor, vor jedem Zähne putzen überlegst du dir: was wäre, wenn ich mir das Zahnfleisch kaputt bürste. Was wäre, wenn ich mir beim Zähneputzen auf die Lippe beiße. Ja, was wäre denn dann? Es tut weh. Und weiter? Oder jedes Mal, wenn du die Straßenseite wechselt. Denkst du dann darüber nach, was wäre, wenn? Natürlich kannst du ein Auto übersehen. Oder der Radlfahrer übersieht dich. Aber du wechselst dennoch die Straßenseite, weil du ja zum Bus willst. Und du tust es, weil du dich auf dich und die anderen verlässt. Dass du die Spielregeln einhältst und der Gegenverkehr auch. Du hast Vertrauen in die Situation.

Mut an

Täglich haben wir ca. 60.000 Gedanken im Kopf, davon 43.000 Unbedeutende. Diese laugen aus, sind überflüssig. Wir können nicht alle Situationen vorhersehen. Wir tun auch Dinge automatisiert – und dann passiert etwas Unerwartetes. Gewohnheitsdinge tun wir immer wieder – jeden Tag mutig. Nur unbekannte Dinge, da tun wir uns manchmal wirklich schwer, sie in Angriff zu nehmen. Lieber überlegen wir stunden- oder gar wochenlang.

Daher rufe ich auf zu: Mach einfach! Schalte den Kopf aus und tue es.

Kopf aus,

Mut an

und

los geht’s!

Anregung

Was kann denn im allerschlimmsten Fall passieren? Wenn du vor einer Situation stehst und das Hirn nicht still stehen mag, dann überlege ganz in Ruhe: Was wäre das Allerallerschlimmste, was dir in dieser Situation wirklich passieren könnte? Spiel dies mal genau durch. Ja, dir könnte gekündigt werden. Dann hast du noch ein paar Wochen oder Monate in deinem Job/in deiner Wohnung. Du müsstest dich neu bewerben/dir eine neue Wohnung suchen. Dass dies nicht immer einfach ist, ist auch klar und kann auch mal länger als die Kündigungsfrist dauern. Aber du hast doch sicherlich Freunde oder Familie, an die du dich vertrauensvoll wenden kannst, die dich unterstützen, dir ein Bett anbieten oder deine Bewerbungsunterlagen gegenlesen oder weiterleiten. Dies mag nicht jeder hören, aber es gibt auch gewisse Ämter, die – zumindest in Deutschland – für dich da sind und anteilig Kosten übernehmen/Geld zahlen. Ich kenne solche Phasen auch – und sie waren sehr lehrreich! Ich habe viel über mich, meinen Lebensstil und auch über meine Freunde gelernt.

Und ist dies nicht auch ein wunderbarer Moment, um dir eine neue Wohnung/einen neuen Job suchen zu dürfen? War das Jetzige vielleicht schon gar nicht mehr passend? Vielleicht öffnet sich auch in dem Moment, in dem du die Kündigung erhältst, schon die nächste Tür. Keiner weiß dies. Aber auch du nicht, wenn du nicht den ersten Schritt tust. Egal, was dein Hirn denkt und grübelt und dich vom Schlafen abhält. Also: Los geht’s, Kopf aus, pack es an! Vertraue dir wie beim Straße überqueren,  verlasse mal wieder deine Komfortzone, sei mutig, denn du wirst belohnt!

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