Immer wieder höre ich den Satz: aber ich allein kann doch die Welt nicht besser machen. Ob ich auf

Plastik

verzichte, fällt nicht ins Gewicht.

Oh doch, genau das tut es!

Denn wenn jeder ein klein wenig dazu beiträgt, auf seine Verschwendung zu achten, diese zu reduzieren, machen wir alle zusammen die Welt besser. Und wir als Käufer und Verbraucher bestimmen den Markt.

Also mach mit!

Wo kannst du anfangen? Der erste Schritt ist die Bewusstwerdung, der zweite die Überlegung, wo du anfangen möchtest.

Wo im Alltag verwendest du Plastik? Ist das nötig? Mit diesen Fragen wirst du dir bewusst, wieviel Plastik in deinem Haushalt zu finden ist. Viele Flüssigkeitsbehälter wie Trinkflaschen, Duschbad, Deo aber auch Gewürzpackungen, Zahnbürsten, Blumentöpfe,… bestehen aus Plastik – und müssen es nicht sein.

Umsetzung für Plastik-Reduzierung

Getränke

Wenn du nie Wasser trinkst, brauchst du dir auch keine Gedanken darüber machen, ob du dies in Glas- oder Plastikflaschen kaufst oder auf Leitungswasser umsteigst. Aber dieser Punkt führt zur Anregung, ob der Saft unbedingt aus dem Tetrapack kommen muss.

Leitungswasser ist übrigens zudem noch viiiiel günstiger als gekauftes Wasser – egal, ob in der Glas- oder Plastikflasche. Wir Deutschen konsumieren pro Jahr 11,5 Milliarden Liter abgefülltes Wasser, obwohl dies nicht sauberer oder gesünder ist als Leitungswasser (Quelle: Bank & Umwelt-Magazin Winter 2018/Frühjahr 2019).

Bleiben wir beim Getränk: Kaffee in Kapseln produzieren Tonnenweise Müll pro Jahr! Ist das wirklich sinnig? Ich mahle ja sogar meine Bohnen per Handmühle, weil ich es kultig finde. Und ich habe mir den Coffee to go abgewöhnt. Wegen des Pappbechers, der beschichtet ist. Und meinen Thermosbecher habe ich nicht immer dabei. Und mal ehrlich: wie häufig ist der Kaffee unterwegs wirklich nötig?

Reinigung

Genauso gut wie Flüssigseife, die im Plastikbeutel zu kaufen ist, gibt es feste Seifenstücke. Diese reinigen genauso, sehen auch gut aus, man verbraucht viel weniger in der Menge – und sie halten nachweislich die Haut besser in Schuss (schau dir mal die Haut von alten Leuten an, die sich ihr Leben lang nur mit Seife gewaschen haben!).

Deo und Zahnpasta gibt’s auch in fester Form, habe ich aber noch nicht getestet. Sind aber als Handgepäck beim Fliegen erlaubt!

Manche Reinigungsflüssigkeiten wie Essigessenz gibt es bereits in Glasflaschen zu kaufen. Und ja, die Glasflasche ist schwerer, aber wann warst du das letzte Mal beim Sport? 😉

Meine neue plastikfreie Zahnbürste liegt bereit, mal schauen, wie ich sie finde. Hab mir auch für die Reisezahnbürste ein Etui aus Bambus statt Plastik gekauft.

Weiteres

Ich weiß, Blumentöpfe sind wahrlich schwer, die aus Plastik viel leichter. Aber auch hier kannst du beim nächsten Kauf überlegen, ob du der Umwelt was Gutes tun willst. Zum Thema Garten kommt in den nächsten Monaten noch ein Beitrag in dieser Serie.

Statt Tupperdose tut es übrigens auch oft ein altes Glas, in dem vorher was eingelegt war. Wenn das Essen für das morgige Mittag noch heiß eingefüllt wird und wie beim Marmeladekochen zur Haltbarkeit auf den Kopf gestellt wird, hält sich der Inhalt länger frisch – und schmeckt definitiv auch besser!

Zukunft

Nun wird endlich jeder Supermarkt/Discounter – oder wie sich die Einkaufsläden fachgerecht genau schimpfen – angehalten, das frische Obst nicht mehr in Plastik einzuschweißen. Wozu auch diese Extrahaut? Auch du kannst überlegen, ob du deine 5 Äpfel wirklich in die Plastiktüte packen musst. Aus einer alten Gardine habe ich mir einen durchschaubaren Gemüsebeutel genäht. Stichwort Upcycling.

Mülltrennung wird auch von vielen als überflüssig angesehen und ist in manchen Städten auch schwieriger umsetzbar als in anderen. Aber Plastik und Essensreste gehören nicht in den Haus/Restmüll!

Ich selbst habe einiges an Plastik im Haushalt. Ich liebe meine Silikon-Backförmchen, da sie praktisch sind. Ich werfe sie jetzt nicht weg, da ich sie bereits habe. Aber ich würde sie mir nicht nochmals kaufen. Und sie ersetzen ja auch beschichtete Papierförmchen. Und irgendwann kann ich sie auch bepflanzen zum Verschenken. Nochmals Stichwort Upcycling.

Als Alternative für Plastik wird Kautschuk gesehen. Hiermit können z. B. Flaschenverschlüsse genauso gut – und umweltfreundlicher hergestellt werden. Vielleicht hat deine nächste Thermoskanne einen entsprechenden Verschluss?

Wichtig ist ja das gesunde Maß und keine Selbstkasteiung; ich überdenke inzwischen meine Einkäufe. – Tust du es auch?

Ich habe vor, dieses Thema „wie du die Welt ein klein bisschen besser machst“ als Serie zu gestalten. Ich freue mich daher sehr über deine Anregungen, Kritikpunkte und Berichte.

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Forever joung

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Wie du die Welt ein klein bisschen besser machst – Teil 1
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2 Gedanken zu „Wie du die Welt ein klein bisschen besser machst – Teil 1

  • Hallo Christine,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Beim Lesen musste ich an die Geschichte der Rettung der Seesterne denken: https://www.kontaktvoll.de/einen-unterschied-machen/.

    Auch ich bin der Überzeugung, dass ein Einzelner einen Unterschied machen kann, auch wenn dies schwer ist. Dies beginnt schon beim Umgang miteinander. Wo wäre die Welt, wenn jeder denken würde: „Die Welt ist ohnehin schon so schlecht, da brauche ich erst gar nicht nett zu meinen Mitmenschen zu sein“.

    Mit unserem Verhalten inspirieren wir auch andere. Und selbst wenn niemand mitmacht, haben wir für unsere Welt und unser Umfeld schon einen Unterschied gemacht.

    Alles Gute und lg,
    Thomas

    1. Hallo Thomas,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Das stimmt, die Geschichte mit dem Jungen und den Seesternen ist sehr passend, danke für den Link. Wenn jeder so denken würde, wäre allen geholfen 🙂

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