Mein diesjähriges Fasten bereichert meinen Alltag. Ich finde es lustig, wie ich mehr nasche, weil ich keinen Kaffee trinke. Mir wird bewusst, wie wenig Alkohol ich im Alltag trinke, bringt da mein alkoholfreier Monat überhaupt was? (Ja, natürlich, denn es gab schon den einen oder anderen Abend, wo mir nach einem Wein gelüstet hätte. Aber nach 5 min ist dieser Wunsch auch schon wieder vergessen.) Und ich frage mich: wieviel Fleisch brauche ich wirklich? Ohne geht es definitiv nicht, dazu liebe ich Steaks viel zu sehr. Aber lieber wenige Gute als ein Schlechtes!

Was bringt mir das Fasten?

Das Fasten bringt mich in die Achtsamkeit, Bewusstheit und Kommunikation. Achtsam bin ich meinen Gewohnheiten gegenüber – und auch meinen Ausweich-Gelüsten. Und ich bin mir und meiner Charaktereigenschaften bewusst. Wie streng ich sein kann. Vor allem mit mir. Durch meine Erklärung des Fastens komme ich mit Menschen ins Gespräch. Höre andere Sichtweisen oder Möglichkeiten des Verzichts.

Für mich ist das Fasten dadurch eine große Bereicherung. Die Reduktion und Fokussierung macht mir Freude.

Fastenbruch

Ja, ich habe das Fasten auch schon gebrochen. Klar hätte ich mit meiner Strenge es auch geschafft, weiterhin keinen Kaffee zu trinken. Durchhalten kann ich. Aber es geht mir nicht zwingend darum durchzuhalten und streng mit mir zu sein. Ich möchte ja auch Spaß haben. Und so habe ich mich dafür entschieden, mir eine Schwäche und damit meine Weichheit einzugestehen und habe einen Cappuccino genossen. Wie gewöhnlich auf meinem Balkon. Lecker, sag ich euch! Und dann habe ich den Monat einfach weitergemacht, ich habe ja noch weitere spannende Monate vor mir. Und bin nun stolz, zu mir und meinen Gelüsten gestanden zu haben. <3

Die Rückkehr

Der erste Espresso in der Arbeit, er hat so ganz und gar nicht geschmeckt. Zum einen sicherlich, weil wir nicht die beste Sorte gekauft haben, zum anderen schmeckte er bitter und langweilig.

Aber ich war ganz schnell wieder in meiner alten Gewohnheit drin. Das Ritual des Zubereitens hat was Meditatives. Und der neue Milchschäumer tut sein übriges 😉

Bei Alkohol und Fleisch ist der „Wiedereinstieg“ anders: es ist fast, als würde ich das Fasten – oder neudeutsch „Detoxen“ – verlängern, weil ich es eh nicht brauche. Ganz darauf verzichten möchte ich nicht, aber ich bin mir im Konsum bewusster.

Anregung

Welche Fastenerfahrungen hast du schon gemacht? Oder welche würde dich reizen, aber du hast noch nicht die Motivation gefunden? Falls es an der Motivation mangelt: nächstes Jahr Ostern ist wieder Fastenzeit 🙂 Und auch außerhalb der Fastenzeit ist Verzicht erlaubt!

Es muss nicht immer der Genuss-Verzicht sein. Auch nachhaltiges oder bewusstes Verhalten ist eine Art Fasten.

Wie wäre es mit einer plastikfreien Woche? Oder internetfreien Tagen? Mit einem unverpackt-Einkauf?

Eine sportliche Radlwoche ins Büro bringt Abwechslung zum Autofahren. Oder jeden Tag etwas aussortieren, was du nicht mehr brauchst. – Fallen dir weitere Alternativen ein?

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Fasten – Zwischenbericht
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2 Gedanken zu „Fasten – Zwischenbericht

  • Danke für den interessanten Bericht. Deine Erfahrungen kann ich nur bestätigen ❤️. Man erlebt beim Fasten alles viel bewusster und wird achtsamer. Ich habe vor einiger Zeit 1 Woche Basenfasten „getestet“. Obwohl diese Art nicht mal so streng ist – man darf basisches Gemüse essen ?. Aber es hat mir sehr gut getan. Liebe Grüße, Alexandra

    1. Danke für das Teilen deiner Erfahrung, liebe Alexandra! Ich wollte auch mal „richtig“ fasten, aber hab es noch nie gemacht, weil ich großen Respekt davor habe – auch wenn es so gut tun soll. Alles Liebe, Christine

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