Für etliche Menschen klingt Fasten nach einem Verbot. Aber ein Verbot lege ich anderen auf, nicht mir selbst. Ich selbst kann auf Dinge oder Essen oder Tätigkeiten bewusst verzichten, mir diese untersagen.

Definition

Als Fasten wird die völlige oder teilweise Enthaltung von allen oder bestimmten Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg, üblicherweise für einen oder mehrere Tage, bezeichnet.   – Aus: Wikipedia

Worauf man verzichtet und über welchen Zeitraum, dies bestimmt jeder für sich. Es gibt Tausende von Vorgehensweisen, jede Suchmaschine spuckt bergeweise Ergebnisse aus. Es gibt Saftfasten, Heil-Fasten, Intervallfasten oder der Verzicht auf bestimmte Genussmittel. Die Dauer hängt von der Art des Fastens ab. Beim Heil- und Saftfasten stellt sich nach einer gewissen Zeit der Stoffwechsel um, der Körper wird durch das Weglassen der Nahrung gereinigt. Beim Intervallfasten verzichtet der Fastende in einem bestimmten Zeitraum am Tag auf die Aufnahme von festen Lebensmitteln. Beim Weglassen von Genussmitteln gibt es viele viele Variationen.

Am meisten bekannt ist das große Fasten vor Ostern, das 40 Tage umfasst. Beginnt also 2019 am 06. März und endet am 20. April.

Gründe fürs Fasten

Der Eine will abnehmen, die andere sich entschlacken, der Dritte es mal einfach nur ausprobieren, die Vierte eine Unverträglichkeit erkennen. Aber auch der positive Effekt, der Fasten nachgesagt wird, bietet Anlass. Rheuma und Neurodermitis sollen wohl besser werden, grundsätzlich sich die Leistungsfähigkeit steigern (wir kennen alle das Gegenteil beim Mittagstief nach dem Essen) und ein Wohlgefühl gepaart mit einem besseren eigenen Wahrnehmen auftreten. Es gibt fast so viele Gründe dafür wie Ergebnisse in der Suchmaschine.

Für mich bedeutet Fasten ein bewusster Verzicht, damit ich sehe, in welche Abhängigkeiten / Gewohnheiten ich mich begeben habe. Es ist immer wieder spannend,

  • an was ich „scheitere“ → einmal hatte ich einfach vergessen, auf was ich eigentlich gerade verzichte.
  • welche Ersatzgelüste aufkommen → Das eine Jahr habe ich meinem Tischnachbarn sein Wiener Würstchen aus der Hand gerissen und herzhaft reingebissen.
  • auf welches Unverständnis ich im Umfeld treffe. → Da denke ich mir: lasst mir doch bitte meinen Verzicht, er ist ja nur vorübergehend – ich zwinge euch ja nicht dazu, mitzumachen.

Dieses Jahr habe ich mir notiert, auf was ich faste – und gebe zu, dass ich auch je nach anstehenden Ereignissen noch tausche.

Umsetzung

Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, jeden Monat auf was Anderes zu verzichten: Kaffee, Fleisch & Wurst, Chips & Pommes, Alkohol, Süßigkeiten, aber auch das mittägliche Essen gehen. Da wird ein Monat mal vorgekocht! Vielleicht verzichte ich sogar einen Monat auf Social Media, aber das ist im Moment noch nicht eingeplant.

Der bewusste Verzicht erdet mich wieder. Ich bin zufrieden mit dem, was da ist. Es kehrt dadurch mehr Achtsamkeit in meinen Alltag ein. Ich bin dankbar dafür, was ich alles essen kann, in welchem Luxus ich lebe, aber auch, wie gut etwas schmeckt, wenn es nicht selbstverständlich jeden Tag kredeznt wird. Ich breche aus meinen Gewohnheiten aus, überlege mir, was es stattdessen geben kann. Dies hat zur Folge, dass sich sogar meine Nerven neue Wege in meinem Hirn bahnen, weil ich nicht in meinem Trott bleibe – da macht das Fasten doch gleich richtig Spaß  😛

Anregung

Auf gehts, der 6. März und damit der Beginn der großen Fastenzeit ist nächste Woche! Als Motivation kannst du auf Instagram meinen aktuellen Fasten-Status einsehen. Ich selbst bin positiv überrascht, dass ich ohne Kaffee fitter bin als mit 🙂

Findest du auch etwas, auf das du mal verzichten möchtest? Gibt es etwas, was du dir zur Gewohnheit hast werden lassen wie das abendliche Bier oder Glas Rotwein? Oder das Stück Schokolade nach dem Mittagessen? Oder hast du darüber nachgedacht, auf Konsum oder zumindest das Onlinebestellen zu fasten?

Welche Erfahrungen hast du schon gemacht, würdest du das Fasten wiederholen?

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Fasten – bewusster Verzicht
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