Bist du Schöpfer deines Lebens? Oder Geschöpfter?

Viele von uns haben den Satz „du bist der Schöpfer deines Lebens“ bereits gehört. Und sie glauben auch, dass sie die Schöpfer ihres Lebens sind.

Ich provoziere und meine: die wenigsten sind es tatsächlich. Die wenigstens übernehmen die Verantwortung für ihr Tun. Die wenigstens sind sich ihrer Handlungen und Entscheidungen bewusst.

Viele Menschen sind in ihrem sog. Autopiloten gefangen, ohne es zu merken. Sie fühlen sich mehr oder weniger wohl dort, bleiben in ihrer Komfortzone. Manche glauben sogar, dass sie ihr Schöpfer sind, weil sie sich ja gerade dafür entschieden haben aufzustehen und ins Auto einzusteigen, um dem Job nachzugehen. M. E. ist dies jedoch oftmals Alltagstrott, und hat wenig damit zu tun, tatsächlich Schöpfer für sein Leben zu sein, die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. Sich bewusst und klar für das Tun zu entscheiden.

(Wie du aus dem Autopiloten rauskommst, habe ich hier beschrieben.)

Verantwortung übernehmen

Was genau bedeutet es, die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen? Wie ich es schon mal beschrieben habe: Pro-aktiv sein, nicht re-aktiv. Nicht nur auf etwas reagieren, sondern bewusst Entscheidungen treffen, den Fokus darauf halten, sich zeigen, seine Gedanken so zu formulieren, dass die daraus entstehende Realität gut ist. Konkret bedeutet dies:

Umsetzung

1. Entscheide selbst

Nicht andere um ihre Erlaubnis bitten, sondern selbst was wagen, Fehler begehen, denn diese ermöglichen uns neue Erfahrungen und damit persönliches Wachstum.

Ein Beispiel: du willst zum Flughafen und fragst deinen Vielflieger-Partner/Nachbarn/Freund, welche S-Bahn er nehmen würde (von der Abfahrtzeit her, nicht die Liniennummer). Da dein Gesprächspartner routiniert ist und beruflich ohne Gepäck fliegt (daher wenig Checkin-Zeit benötigt), kalkuliert er knapper als jemand, der seltener fliegt und zudem noch das Gepäck aufgeben muss. Nun hörst du auf dein Gesprächspartner – und kommst zu spät am Flughafen an, der Gepäckschalter ist bereits geschlossen. Was tust du nun? Du schimpfst auf die Person, die dir empfohlen hat, diese S-Bahn zu nehmen. Du ärgerst dich. Der andere hätte ja als Vielflieger wissen müssen, dass du bei einem Auslandsflug mit Gepäck früher da sein musst. Und was hast du nun vom Ärgern? NIX! Hättest du dich selbst für eine S-Bahn früher entschieden, wäre alles glatt gelaufen. Hättest du dich selbst für die zu späte S-Bahn entschieden, könntest du die Verantwortung nicht abgeben, es war deine Entscheidung. Aber es ist sooooo viel leichter, diese Verantwortung nicht selbst zu tragen. Und das ist auf so viele Situationen übertragbar. Soll ich lieber das kaufen oder das? Ist es besser, es so zu machen oder so?

–> entscheide selbst, denn du triffst die Entscheidung für dich. Du darfst sie bewusst treffen. Im Einklang mit dir. Und nicht im Einklang mit der Entscheidung des anderen. Wenn du dir dies mal auf größere Entscheidungen überträgst, wessen Leben lebst du dann?

2. Erkenne deine Bedürfnisse/Wünsche

Erkenne, was DU wirklich willst. Dies darf von einigen neu erlernt werden. Oftmals beeinflussen alte Glaubenssätze oder Reizüberflutung unser Handeln. Z. B. erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ja wann willst du dich denn erholen? Es gibt immer was zu tun! Fange mit kleinen Entscheidungen an, mal wieder auf deine innere Stimme zu hören – und wenn du gerade im Anzug an der Eisdiele stehst und dich lacht das Schlumpfeis so an, dann nimm es! Es ist zum einen egal, was die anderen sagen, zum anderen werden die anderen teils schmunzeln statt verurteilen, weil sie nicht so mutig waren ihrem Wunsch nachzugehen.

3. Wortwahl

Worte erschaffen deine Realität! Nein, sie beschreiben sie nicht, sie kreieren sie!

Probiere es eine Woche lang aus: morgens, wenn du aufstehst und das Fenster öffnest, atme tief ein und aus und fühle den Satz „ich bin wertvoll“. (Nimm bitte keinen negativen Satz, aber wenn du es probieren willst, die Verantwortung liegt bei dir.) Wie fühlst du dich nach der Woche? Das kannst du mit allem machen, was du dir wünscht – du musst nur daran glauben.

Besser noch: fühle dich in die Situation hinein. Spüre, wie es sich anfühlt, in deinem neuen Cabrio durch die Gegend zu brausen. Toll, oder? Glaube fest daran, und sabotiere dich auf keinen Fall selbst mit: kann ich mir eh nicht leisten, was soll der Quatsch, was sollen die anderen denken,… Glaube ganz fest daran, dass es Wirklichkeit wird. Je fester du daran glaubst, je mehr du dich in die Situation hineinfühlen kannst, umso eher wird sie Wirklichkeit. Es geht um ein bewusstes Erschaffen deiner Realität. Nimm daher bewusst wahr, was du denkst, wovor du dich fürchtest, wie du zu dir selbst sprichst. Das ist das, was um dich herum passiert. Halte dich von Negativem (wie schlechten Nachrichten, schimpfenden Leuten) fern.

4. Ge-Fühle

Lass Gefühle zu, benenne sie, nimm sie an. Sage ja zu dem, was in dir ist. Wenn du Angst oder Zweifel hast, spüre sie, wo sitzt sie in deinem Körper? Meist wird sie kleiner/greifbarer, wenn du ihr Raum gibst statt sie wegzudrücken. Wenn du sie gefühlt hast, danke ihr, denn sie ist dir ein Wegweiser. Atme tief durch, öffne dein Herz, gehe gestärkt deinen nächsten Schritt.

Der Weg des Herzens ist leicht und voller Freude. Verspürst du Gefühle der Angst, Zweifel, Enge, Unzufriedenheit, ist es nicht dein Weg. Alles, was Widerstand erzeugt, ist nicht das, was du möchtest.

5. Leg jetzt los

Starte JETZT! Starte, bevor du bereit bist. Warte nicht auf den richtigen Moment, bis du alles zerdacht hast, bis du vielleicht irgendwann mal bereit bist. Den perfekten Moment gibt es nicht. Mach den jetzigen Moment perfekt. Schieb die Ausreden beiseite. Tue es einfach, spring! Es wird sich alles Schritt für Schritt fügen. Auch ohne großen Plan. Auch ohne alles abgeklärt zu haben. Wichtig ist dein Fokus.

Mir fällt nur ein Beispiel ein, bei dem ich einen Schritt vorher bedenken muss, alles andere lerne ich beim Tun: Wassersport sollte nicht ohne Schwimmfähigkeit ausgeführt werden. Alles andere kann ohne Ausrede sofort begonnen werden.

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Dies sind die, die mir am besten helfen, meinen Weg zu gehen.

Welche Möglichkeit(en) nutzt du?

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5 Wege Verantwortung für dein Leben zu übernehmen
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